RFA Stellungnahmen Fachgesellschaften

Graz war mit April 2014 das erste Zentrum im deutschsprachigen Raum, welches dieses Verfahren angewendet hat. Mittlerweile können wir auf knapp 700 durchgeführte RFAs verweisen. Daten zur Effektivität sowie Nebenwirkungen der ersten 277 Patienten wurden in der international renommierten Fachzeitschrift „Thyroid” 2018 publiziert und sind unter „TV/Veröffentlichungen“ auf unserer Homepage nachzulesen.

Die Österreichische Schilddrüsengesellschaft (OSDG) hat 2016 im „Journal für Klinische Endokrinologie und Stoffwechsel“ die RFA von Knoten/Zysten oder „heißen“ Knoten bei Patienten, die eine Operation oder Radiojodtherapie ablehnen, oder für die eine Kontraindikation besteht, als „ambulante Therapieoption mit hoher Effektivität und niedriger Komplikationsrate“ bezeichnet.

Auch die „American Association of Clinical Endocrinologists“ und das „American College of Endocrinology“ schreiben 2016 in ihren Leitlinien, dass bei gutartigen, wachsenden Knoten, die symptomatisch sind oder optisch stören, die RFA eine kostengünstige und weniger invasive Alternative zur Operation darstellt, ohne Narbenbildung oder dem Risiko einer Schilddrüsenunterfunktion.

Im Jahr 2016 hat sich auch das renommierte britische “National Institute for Health and Care Excellence” mit einer eigenen Guideline diesen Empfehlungen angeschlossen.

2018 gab es den österreichischen Konsensus von vier Fachgesellschaften (OSDG, OGNMB, ÖGES und ACE der OEGHC) zur „RFA von Schilddrüsenknoten: Good Clinical Practice Empfehlungen“ die detailliert über Indikationen, Durchführung, Komplikationen und Nachsorge berichten.

Anfang 2020 wurde ein Konsensusstatement dreier deutscher wissenschaftlicher Fachgesellschaften (Sektion SD der DGE, AG SD der DGN und CAEK der DGAV) publiziert.

Die ETA (Europäische Schilddrüsen Gesellschaft) plant ebenso für 2020 eine internationale Guideline zur Durchführung von thermoablativen Behandlungen. Diese hat gerade das fachliche Begutachtungsstadium abgeschlossen.

Damit gibt es ausschließlich positive Stellungnahmen sowohl von nationalen, wie auch internationalen Fachgesellschaften bzw. Gremien. Diese breite Anerkennung sollte nun auch im klinischen Alltag Niederschlag finden und eine einheitlichere Politik seitens der Krankenversicherungsträger fördern.

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